20.06.2022

Dieter Krieg – gut für die Aug'n

28.10.2022 bis 12.2.2023, Akademie-Galerie der Kunstakademie Düsseldorf

Pressekontakt: Ruth Eising | +49.(0)228.25987582 | +49.(0)160.1564308 | r.eising@re-book.de

Mit seinem Interesse an der menschlischen Figur positionierte sich Dieter Krieg zunächst abseits der vorherrschenden Abstraktion, orientierte sich später zunehmend konzeptuell, bevor er sich schließlich wieder verstärkt der Malerei in einer radikalen, monumentalisierenden Formensprache zuwendete. Die Akademie Galerie zeigt in enger Zusammenarbeit mit der Dieter-Krieg-Stiftung Ausschnitte aus seinem Werk, die die herausragende Unabhängigkeit seines Schaffens dokumentieren.

Dieter Krieg gehört zu den wichtigsten Malern seiner Generation und wird mit seiner Malerei zu den Vertretern der "Neuen Figuration" gezählt. Er verstand wie kein anderer, banale alltägliche Bildmotive und die Sprache in einer malerischen Symbiose miteinander zu verbinden. Seine teils in Serien überdimensional dargestellten Gegenstände mit geschriebenen Worten oder bruchstückhaften Sätzen verteilt auf übergroßen Leinwänden zeugen von einer komplexen Reflexion über Sprach- und Bildgebrauch. Seine Werke verweisen auf Vorlagen und Motive, die er in der Kunst- und Kulturgeschichte und aus der Literatur heranzog und isoliert dargestellt verfremdete. Von 1958 bis 1962 hatte er bei HAP Grieshaber und Herbert Kitzel an der Kunstakademie Karlsruhe studiert und ihm wurde schon 1966 der Deutsche Preis der Jugend in Baden-Baden verliehen. Nachdem er bereits ab 1971 Lehraufträge an der Kunstakademie Karlsruhe und in der Städelschule in Frankfurt innehatte, wurde er im Jahr 1978 an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung lehrte. Im gleichen Jahr stellte er zusammen mit Ulrich Rückriem im Deutschen Pavillon in Venedig seine Malerei aus. Im Jahr 2005 verstarb er in der Nähe von Köln.

Die Ausstellung in der Akademie-Galerie – Die Neue Sammlung stellt die großformatigen Serien von Dieter Krieg in den drei Haupträumen als geschlossene und in ihrer bahnbrechende Gesamtwirkung der Malerei in den Mittelpunkt. Neben der Figurengruppe der drei Teddybären, die als Gemeinschaftsarbeit Dieter Kriegs mit Studierenden seiner Klasse, u.a. Andreas Schulze, entstand und die den Beginn seiner Lehre an der Kunstakademie Düsseldorf markiert, sollen Kriegs Zeichnungen und Skizzen als eigenständiger Bereich innerhalb seines Œuvres präsentiert werden.

Zu der Ausstellung soll ein umfangreicher Katalog erscheinen, der neben wissenschaftlichen Beiträgen zu Dieter Krieg, Interviews mit ehemaligen Studierenden und Weggefährt:innen aufnehmen soll. Es sind ua. Texte und Interviews von oder mit Yeşim Akdeniz, Stefan Dillemuth, Rolf Gunter Dienst, Tatjana Doll, Klaus Gerrit Friese, Klaus Gallwitz, Cordula Güdemann, Dietmar Lutz, Hans Peter Thurn, Vanessa Sondermann und Tatjana Valsang.

Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Dieter-Krieg-Stiftung. Sie wird gefördert durch die Dieter-Krieg-Stiftung, die Kunst- und Kulturstiftung der Stadt Düsseldorf sowie der Konrad-Krieger-Stiftung. Der Katalog wird großzügig unterstützt durch den LVR.